Projekte

Ob es wohl ein Universum gibt, in dem im Kopf einer Autorin nur eine einzige Geschichte gleichzeitig existiert? Ich jedenfalls kann mir das kaum vorstellen. Inspiration ist überall. Aber auch, wenn die Versuchung einer neuen Idee noch so süß sein mag, lohnt es sich doch, diese ganz besonders präsente Geschichte zu Ende zu erzählen.

Hier bekommt ihr einen Einblick, woran ich gerade arbeite.

Anno

Zwar brach Ann mit dem erklärten Ziel zur Alpenüberquerung auf, ihr Leben neu zu sortieren, aber dafür in eine magische Vergangenheit zu reisen hatte sie nicht geplant. Und eigentlich plant Ann alles. Ein schwelender Aufstand, plötzlich auftauchende Zweifel zu ihrer Herkunft und der geheimnisvolle Mano, der Ann endgültig ins emotionale Chaos stürzt, zeigen ihr auf ungeahnte Weise den Weg zu ihrer Bestimmung: Ihre Heimat vor einer großen Bedrohung zu schützen und das Gleichgewicht zwischen der magischen Welt, der Natur und den Menschen zu wahren. Ist Ann all den Herausforderungen gewachsen, und findet sie schlussendlich den Weg nach Hause? Will sie das überhaupt noch?

Anno erzählt die Geschichte einer ehrgeizigen Frau Anfang Zwanzig, die zu einer beruflichen Auszeit gezwungen wird und sich dabei unerwartet in einer magischen Vergangenheit wiederfindet. Nach einer kurzen Meditation am Isarufer wacht sie plötzlich im Oberbayern Anfang des 19. Jahrhunderts auf. Sie gerät nicht nur mitten in einen schwelenden Volksaufstand gegen die Herrschaft Napoleons, sondern darf auch herausfinden, dass in dieser Vergangenheit Magie existiert. Die Natur und die Kraft der Elemente sind in dieser Welt Mächte, die heute längst in Vergessenheit geraten sind. Dann stellt sich auch noch heraus, dass sie selbst magische Gene besitzt. Auf ihrem Weg durch die Wirren der Politik, ihrer eigenen Herkunft, der Gesetze des Universums und des ganz alltäglichen Bauernhoflebens lernt sie Menschen und andere magische Wesen kennen, lieben – und fürchten. Ann versteht, dass sich die Welt nicht so leicht in Gut und Böse einteilen lässt, dass sich mit Gewalt nie nachhaltiger Frieden einstellen wird, und dass der Schlüssel zum Glück darin besteht, den aktuellen Moment nicht aus den Augen zu verlieren.

Genre

Historical Fantasy

Umfang

Trilogie

Status

Band 1 Rohfassung beendet

Band 2 in Arbeit

Band 3 geplant

Ann hatte das Gefühl, dass für jede beantwortete Frage drei neue hinzukamen. Alvas Erläuterungen waren so unglaublich, und doch ergab nun alles einen Sinn.

Ideenspeicher

Lake Lessie

Eine Gruppe junger Menschen gönnt sich eine wohlverdiente Auszeit. Sie sind Studierende und junge Berufstätige und freuen sich schon lange auf ihr langes Campingwochenende am Lake Lessie. Tagsüber führen rund um den See beliebte Wanderwege, aber so wirklich magisch wird es abends und nachts, wenn die letzten Shuttles mit den Tagesbesuchern weg sind. Fünf primitiv ausgestattete Campsites gibt es rund um den See, aber das stört Mel, Penny, Mia und Oliver nicht, im Gegenteil. Je ursprünglicher die Umgebung, desto größer die Differenz und damit der Abstand zum gewohnten Leben. Der Ausflug beginnt ausgelassen und der erste Abend ist geprägt von klirrenden Bierflaschen, nicht enden wollendem Lachen und einem unglaublichen Sternenzelt. Bis am zweiten Morgen eine weitere Campinggruppe eintrifft und das entspannte Feiertagswochenende eine unerwartete Wendung nimmt. Archer, Theo und Jude schlagen ihre Zelte im benachbarten Camp auf und plötzlich ist Mel ungewohnt still…

Ein perspektivisch abwechslungsreiches Portrait verschiedener Charaktere und der Versuch, zu zeigen, wie nachvollziehbar unterschiedliche Motivationen und Entscheidungen werden können, sobald man ihre Hintergründe versteht.

Marmeladenglasmomente

Marlie ist eine Fae. Die Fae sind Wesen, die irgendwo, in tiefen Wäldern versteckt, inmitten der Menschenwelt leben. Sie hausen in Höhlen und Moosburgen und ihre Lebensaufgabe besteht darin, magischen Sand aus der Erde zu filtern.

Marlie ist fasziniert von dem Sand, der die Kraft hat, Erinnerungen zu konservieren. Sie selbst ist einerseits zu jung, um sich am Tagesgeschäft zu beteiligen, und andererseits weiblich. Weshalb sie nie zu den Arbeitern gehören wird, denen es erlaubt ist, die wertvolle Substanz zu schürfen. Den Grund dafür hat sie noch nie verstanden, war es ihr doch schon immer ein Leichtes, die glitzernden Körnchen im Erdreich auszumachen. Aber da sich als siebtes Kind niemand so recht für sie interessiert, hat Marlie das bisher für sich behalten. Bis ihre Tante Runa plötzlich spurlos verschwindet und die Arbeiter von dem Tag an Abend für Abend mit leeren Beuteln nach Hause kommen…

Behutsam umfasste Marlie das Marmeladenglas mit beiden Händen. Es war warm und jedes einzelne Sandkorn im Inneren schien zu strahlen. Euphorie kroch in ihre Fingerspitzen und flutete ihren kleinen Körper. Sie konnte ihre weit aufgerissenen Augen im Glas erkennen.