Eine fiktive Geschichte endet immer irgendwann, irgendwie – vorzugsweise mit einem Happy End. Das hier ist der Anfang.
Ihr Lieben, was soll ich sagen… Ich fange mal an mit: Herzlich willkommen! Ich freue mich wirklich sehr, dass du den Weg hierher gefunden hast.
Das hier war so lange ein Geheimnis. Ein stiller Traum, irgendwo im Hinterkopf, der stets da war, aber irgendwie auch nicht ans Licht kommen wollte. Es fühlt sich immer noch komisch an, zu sagen: Ich schreibe ein Buch. Ich habe das Ziel, Schriftstellerin zu werden. Werde ich dieses Ziel erreichen? Wann werde ich es erreichen? Keine Ahnung. Aber ich möchte euch mitnehmen auf eine Reise, die ich bisher alleine gegangen bin.
Wenn das ganze Leben schon ein Traum in einem schlummert und man nie jemandem davon erzählt, kann es beängstigend sein, andere in diese Pläne einzuweihen. Wenn sie denn endlich konkret werden. Wenn der Traum sich unweigerlich seinen Weg an die Oberfläche sucht. Ein so sorgfältig behütetes Geheimnis beansprucht Zeit, um das Licht der Realität zu erblicken.
Warum ich so lange nicht darüber gesprochen habe, ein Buch schreiben zu wollen? Da ist diese gemeine Stimme im Kopf, auf die man oft hört, ohne es überhaupt zu bemerken. “Ich bin darin doch gar nicht so gut.” “Andere können das viel besser.” “Was du da von dir gibst, will doch keiner lesen.” “Und überhaupt, was passiert, wenn du es durchziehst und es dann nicht klappt?! In Deutschland können gerade mal 3% der Autoren vom Schreiben leben, schon mal daran gedacht?”
Doch dann ist etwas passiert. Seit ich, langsam und mit großer Vorsicht, angefangen habe, darüber zu sprechen, haben so viele liebe Menschen ihre Begeisterung für dieses Projekt geäußert und mir ihre Unterstützung zugesagt. Und ich durfte erkennen, dass ich diesen Weg nicht alleine gehen muss.

Wie mit der Projektplanung alles begann
Gut, das ist vielleicht ein wenig übertrieben. Begonnen hat es natürlich schon viel früher. Als ich in der Freistunde auf dem rauen Teppichboden des Schulflurs saß und mit Bleistift im Collegeblock meine erste Pferdegeschichte geschrieben habe. Oder noch früher, im Kinderzimmer, ein übriges Schulheft abgezwackt und zusammen mit meiner Schwester Geschichten à la Hexe Lilli (wer kennt sie noch?) zusammenphantasiert.
Doch hiermit wurde es ernst. Beruflich (ja, Rechnungen bezahlen und so…) bin ich im Bereich Projektmanagement tätig bin. Was soll ich sagen, Projekte zu planen liegt mir einfach. Es gibt mir ein sicheres Gefühl. Endlich ins Tun zu kommen. Endlich bewegt sich etwas und ich habe etwas, woran ich mich orientieren kann.
In der Anfangsphase der Buchplanung hat mir diese Vorbereitung wahnsinnig geholfen. Recherche, Plotten und Charakterstudien sind Dinge, die sich prima auf To-Do-Listen schreiben lassen. Mittlerweile bin ich davon wieder etwas abgekommen. Schreiben besteht für mich aus Schreiben, die Geschichte entwickelt sich ganz von alleine weiter und meine Protagonist*innen machen sowieso, was sie wollen. Trotzdem schaue ich hin und wieder gerne rein, in mein Gutes Projekt (selbst gekauft). Projektmanagement geht nämlich auch achtsam, und das ist absolut zu empfehlen.
Ein Buch schreibt sich nie von allein, und auch mit achtsamen Projektmanagement als Vorbereitung gibt es Höhen und Tiefen. Aber ich bin trotzdem lieber die langweilige, gut organisierte, in sich ruhende Autorin, anstatt das Klischee des tragischen Schriftstellers zu erfüllen (sorry, Mr. Hemingway).
Was erwartet euch nun hier? Nun, ich möchte euch gerne auf meinem Weg mitnehmen. Es ist ein “work in progress”, auf gut Deutsch gesagt. So viel kann ich schon mal verraten: Das erste Buch ist in Arbeit, und ich würde sagen, es geht ganz gut voran. Es wird hier auf jeden Fall den ein oder anderen Sneak Peak geben. Bis dahin freue ich mich auf eure Gesellschaft – und möglicherweise den ein oder anderen Tritt in den prokrastinierenden Autorinnenhintern.
Und um den ganzen Spaß hier mal offiziell zu starten, möchte ich mich kurz vorstellen.
Mein Name ist Simone und ich liebe das Leben. Ja, wirklich! Ganz lange war ich ein kleines, schüchternes Mädchen, das Angst vor ihrem eigenen Schatten hatte. Bis ich mir irgendwann die Frage gestellt habe, worauf ich am Ende meiner Tage, wenn ich alt und grau bin und in einem Sessel zwischen fünf bis sieben Katzen sitze, zurückblicken möchte. Das Leben haben wir ja sowieso, und jeden Tag gibt es nur einmal – sollte ich dann nicht alles dafür tun, dass mir diese Existenz so viel Spaß wie möglich macht? Mit dieser veränderten Einstellung kam auch der Wunsch, meinen Traum zu leben.
Zumindest einen davon.
Man könnte mich nämlich als vielseitig interessierten Menschen bezeichnen. Auch das war nicht immer so. Kennt ihr noch die Freundebücher, die in der Grundschule in schöner Regelmäßigkeit die Runde machten? Ich weiß noch ganz genau, dass ich nie wusste, was ich bei “Hobbys” antworten sollte. Nur eins weiß ich noch ganz genau: Lesen war immer dabei. Abgesehen davon habe ich mit den meisten meiner aktuellen Freizeitbeschäftigungen erst recht spät gestartet. Klavierspielen mit 16, Cello mit 26. Meine erste Ballettstunde hatte ich mit 19, das erste Mal auf einer Yogamatte stand ich irgendwann Mitte 20. Ihr seht schon – ich probiere gerne neue Dinge aus. Nur das Schreiben war irgendwie schon immer da. Die einzige Konstante. Nie wirklich im Vordergrund, aber auch nie wirklich weg. Mit der Zeit wurde der Wunsch, das Schreiben mehr zur Priorität zu machen, immer stärker. Und ich habe wahnsinnigen Spaß dabei.
Was gibt es sonst noch zu sagen? Ich wohne in der Nähe von München zusammen mit zwei Katzen, Violetta und Lucia, die mich in sämtlichen Corona-Lockdowns vor dem Wahnsinn bewahrt haben.
Ich bin das, was eine gute Romanprotagonistin nicht sein sollte – voller Widersprüche.
Ich bin eine organisierte Chaotin, gesellige Einzelgängerin, kreativer Kopfmensch. Neben dem Schreiben ist Musik meine zweite große Leidenschaft – sie zu machen, zu hören und dazu zu tanzen. Andererseits liebe ich auch die Stille, lausche der Ruhe oder höre Geräusche, die außer mir kein Mensch wahrnimmt. Da trifft es sich gut, dass ich eine absolute Nachteule bin.
Wenn der Rest der Welt schläft, schreibt es sich am besten.

